DIE KÜCHE.
Ich koche.
Viel.
Und deshalb muss eine Küche für mich vor allem eines können: funktionieren.
Ich brauche keine Küche, die aussieht, als würde hier nie jemand eine Tomate schneiden. Und ich brauche auch keine drei Meter Kücheninsel, um zu beweisen, dass dieser Raum wichtig ist.
Diese hier ist ziemlich einfach.
Helle Schränke. Eine ordentliche Arbeitsplatte. Eine gute Armatur. Ein Herd. Ein Kühlschrank.
Mehr Küche braucht es erstaunlich oft gar nicht.
Das Geld würde ich ohnehin nicht überall dort ausgeben, wo Küchenstudios es gern hätten. Ein guter Korpus darf von IKEA sein. Bei Griffen werde ich schon wählerischer. Bei einer Armatur auch.
Und beim Tisch sowieso.
Denn eigentlich ist der Tisch für mich das wichtigste Möbelstück in einer Küche.
Dieser hier darf alt sein. Er darf Kratzer haben, Flecken, eine Delle. Er soll nicht aussehen, als wäre er gerade geliefert worden. Um ihn herum stehen einfache Holzstühle, darüber hängt eine große geflochtene Leuchte.
Auf dem Tisch: Leinen, weißes Geschirr, normale Gläser.
Keine Inszenierung.
Denn wenn später Pasta, Tomaten, Brot und Wein auf dem Tisch stehen und sechs Menschen darum sitzen, ist sowieso genug los.
Und genau dafür ist diese Küche da.
Nicht zum Anschauen.
Zum Bleiben.



