SALON BAUKUNST / 03
Dinge.
Was in einem Haus steht, hängt oder Licht gibt, wird nicht nach Status ausgewählt. Entscheidend ist seine Rolle im Raum.
ELENA & MARKUS · WOHNZIMMER
Sieben Dinge.
Sieben Aufgaben.
Erst wird geklärt, was im Raum fehlt. Dann beginnt die Suche nach dem konkreten Stück.

Das Sofa.
Eine niedrige, tiefe Sitzlandschaft hält den Blick auf Ofen und Wendeltreppe frei.
→02Der Couchtisch.
Schwer genug für die Mitte, niedrig genug für den Raum. Holz oder Stein statt filigraner Geste.
→03Die Vorhänge.
Leinen filtert das Licht; Spitze nimmt dem großen Fenster seine Härte, ohne es zu verkleiden.
→04Die Bilder.
Schwarzweißfotografien bringen eine andere Zeitschicht hinein und halten die Wände ruhig.
→05Das Sideboard.
Niedriger Stauraum lässt der Treppe ihre Wirkung und nimmt Kleinteilen die Bühne.
→06Die Leuchte.
Ein warmer Lichtkörper auf Augenhöhe ergänzt das Feuer des Ofens am Abend.
→07Der Teppich.
Wolle oder Naturfaser fasst die Sitzgruppe, ohne den vorhandenen Boden zu verleugnen.
→GEFUNDEN. GEWÄHLT. ENTWORFEN.
Nicht jedes gute Ding ist neu. Nicht jedes alte gehört deshalb ins Haus.
Manches wird gefunden, manches bewusst gewählt. Und wenn das Richtige nicht existiert, beginnt die Zeichnung. Die konkrete Produktkuration steht jeweils bei dem Raum, aus dem die Entscheidung entstanden ist.