DAS SCHLAFZIMMER.
Das Bett war schon da.
Zum Glück.
Ich mag Eisenbetten. Und dieses hier hatte überhaupt keinen Grund zu gehen.
Überhaupt war in diesem Schlafzimmer mehr richtig, als man auf den ersten Blick vielleicht dachte. Das Bett. Die Spitze. Der kleine Holztisch. Selbst die etwas altmodische Selbstverständlichkeit des Ganzen.
Also habe ich nicht versucht, daraus ein neues Schlafzimmer zu machen.
Ich habe ihm nur ein bisschen Platz gegeben.
Die Decke wurde heller. Die Wände ruhiger. Ein paar Dinge durften verschwinden, andere bleiben.
Und dann ist da die Spitze.
Ja. Spitze.
Ich weiß, was Sie jetzt denken.
Aber ich mag Spitzenvorhänge. Schon immer. Und ich sehe überhaupt keinen Grund, mich dafür zu entschuldigen.
Vor einem kleinen Fenster, mit einer alten Wand und einem schwarzen Eisenbett, kann so ein bisschen Großmutter erstaunlich richtig aussehen.
Entscheidend ist nur, dass man rechtzeitig aufhört.
Deshalb braucht der Raum daneben wenig.
Ein alter Schrank. Vielleicht bemalt. Ein kleiner Tisch oder ein Stuhl neben dem Bett. Keramik. Leinen. Keine Schlafzimmermöbelserie.
Und an der Wand ein paar gemalte Zweige.
Nicht als Wandtattoo.
Bitte nicht.
Mit der Hand. Ein bisschen unregelmäßig. So, dass man sieht, dass dort jemand gestanden und sie gemalt hat.
Vielleicht ist das überhaupt das Prinzip dieses Zimmers:
Manches bleibt.
Manches kommt dazu.
Manches macht man selbst.
Und nichts davon muss besonders wertvoll sein, um wertvoll zu werden.



